Ein Foto, Energieausweis, Wärmebild und Heizkostenabrechnung von einem älteren Haus
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Aktuelles zur BEG-Förderung

Aktuelles zur BEG-Förderung

Ende Juli 2022 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Änderungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beschlossen. Der Fokus der Förderung liegt dann auf der energetischen Sanierung. Insgesamt sollen so mehr Menschen von dem Förderprogramm profitieren. Die Änderungen treten in mehreren Stufen in Kraft.

Was ändert sich?

  1. Ab dem 28. Juli 2022: Änderung der Förderung für Komplettsanierungen und Neubau Effizienzhausstufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse (NH)
  2. Ab dem 15. August 2022: Änderung der Förderung für Einzelmaßnahmen bei der Sanierung
  3. Ab 2023: Neues Programm zur Förderung von Neubauten

    Förderung von Komplettsanierungen (ab 28. Juli 2022)

    Die Änderungen betreffen die Komplettsanierung zum Effizienzhaus und den Neubau Effizienzhausstufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse (NH).

    Ein Effizienzhaus ist eine Immobilie, die Energie spart. Solche Häuser klassifiziert man in Stufen: Je niedriger die Zahl bei der Effizienzhausklasse, desto besser die Energieeffizienz und umso höher fällt die Förderung aus.

    Die wichtigsten geänderten Förderkonditionen im Überblick:

    • Die Förderung für den KfW-Kredit mit Tilgungszuschusses bleibt bestehen. Der Tilgungszuschuss bei der Effizienzhaus-Sanierung und beim Neubau wurde gesenkt.
    • Die reine KfW-Zuschussförderung für die Effizienzhaus-Sanierung entfällt.
    • Keine KfW-Kreditförderung von Einzelmaßnahmen mehr, Förderung läuft zukünftig über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) als Zuschussvariante.
    • Die Förderung von gasbetriebenen Anlagen entfällt.
    • Die Förderungen für die Effizienzhaus-Stufe 100 fallen weg, neuer Mindeststandard für eine Förderung wird die Effizienzhaus-Stufe 85.

    Anträge, die bis einschließlich 27. Juli 2022 bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) eingegangen sind, sind von den Änderungen nicht betroffen.

    Die neuen Fördersätze der KfW und weitere Informationen finden Sie hier.

    Förderung von Einzelmaßnahmen (ab 15. August 2022)

    Einzelmaßnahmen werden künftig nur noch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Dazu gehört zum Beispiel der Einsatz neuer Heizungsanlagen, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen oder Maßnahmen an der Gebäudehülle.

    Die wichtigsten geänderten Förderkonditionen im Überblick:

    • Die Fördersätze für Einzelmaßnahmen werden sinken
    • Gasverbrauchende Anlagen werden nicht mehr gefördert
    • Neu: Für den Austausch alter Gasheizungen gegen erneuerbare Energien gibt es einen Heizungs-Tausch-Bonus von 10 Prozent (zusätzlich zum regulären Fördersatz, Gasheizung muss mindestens 20 Jahre alt sein)

    Die neuen Fördersätze des BAFA und weitere Informationen finden Sie hier.

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat eine Liste der häufig gestellten Fragen zu den Änderungen der Förderbedingungen veröffentlicht. Mehr Infos dazu finden Sie auch in der Pressemitteilung sowie als Übersicht in diesem Dossier.

    Förderung von Neubauten

    • Aktuell sind Anträge möglich für Wohngebäude und Nichtwohngebäude im Programm Effizienzhausstufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse (NH). Voraussetzung laut Förderkonditionen ist hier das seit 2021 bestehende Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" (QNG), das seit 21. April 2022 verpflichtend ist. Hier finden Sie mehr Infos rund um das Thema QNG sowie zu den Zertifizierungsstellen.
    • Ab Januar 2023 soll es ein neues Programm unter dem Titel "Klimafreundliches Bauen" geben.

    Die neuen Fördersätze der KfW und weitere Informationen finden Sie hier.

    Gut zu wissen

    Stellen Sie Ihren Antrag für die Förderung zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden bevor Sie einen Liefer- und Leistungs­vertrag oder einen Kauf­vertrag für eine Immobilie unterschreiben. "Planungs- und Beratungs­leistungen können Sie aber schon vor Ihrem Antrag in Anspruch nehmen", so die KfW.

    Fördermöglichkeiten für Passivhäuser

    Zudem bietet das Land Hessen eine Förderung für Passivhäuser an. Gefördert werden Modernisierungsmaßnahmen in Gebäuden, durch die der jährliche Heizwärmebedarf des Gebäudes auf maximal 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter reduziert wird.

    Bei der energetischen Modernisierung sollen passivhaustaugliche Komponenten, Bautechniken und Verfahren zur Anwendung kommen. Die Mehrausgaben gegenüber einer Modernisierung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) werden mit bis zu 50 Prozent bezuschusst. Ausführlichere Infos sowie eine FAQ sind unter: Modernisieren auf Passivhausstandard.

    Lohnt sich energetisches Sanieren bzw. Energieeffizienz im Neubau weiterhin?

    Eindeutig ja. In Anbetracht steigender Energiepreise und verschärfter Klimaziele werden sich auch künftig Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz lohnen.

      Energetisch modernisieren - unsere Broschüren

      Energiesparinformation 1: „Die Gebäudehülle - Darauf kommt es an! Modernisieren im Gebäudebestand“

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      03.05.2021

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      BürgerinBürger, Energiesparen, Hausbauen, Modernisierung Sanierung, Wärme

      herunterladen (PDF, 14,59 MIB)

      Energiesparinformation 2: Heiz- und Stromkosten. Richtig sparen!

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      Erscheinungsdatum

      02.11.2020

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      BürgerinBürger, Energiesparen, Hausbauen, Modernisierung Sanierung, Wärme

      herunterladen (PDF, 3,22 MIB)

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      Erscheinungsdatum

      16.12.2021

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      BürgerinBürger, Energiesparen, Modernisierung Sanierung, Wärme

      herunterladen (PDF, 6,87 MIB)

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      Erscheinungsdatum

      22.04.2022

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      BürgerinBürger, Energiesparen, Wärme

      herunterladen (PDF, 4,97 MIB)

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      Erscheinungsdatum

      22.04.2022

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      BürgerinBürger, Energiesparen, Modernisierung Sanierung, Wärme

      herunterladen (PDF, 7,31 MIB)