Mit Strategie handeln – Potenziale nutzen

Strategie beginnt mit den richtigen Fragen

  • Wo wollen wir als Kommune hin?
  • Wie können wir die Prozesse steuern?
  • Wie können wir Potenziale zu unserem Vorteil nutzen?
  • Wie können wir die Menschen in der Transformation mitnehmen?

Energie ist Daseinsvorsorge. Und damit kommunale Verantwortung.

Ob Strom, Wärme oder Speicher: Immer mehr hessische Kommunen übernehmen hier aktiv Verantwortung und wollen die offenen Fragen in ihrem Sinne beantworten– als Flächeneigentümerinnen, Betreiberinnen von Wärmenetzen, oder in Kooperationen. Dabei geht es auch um Klimaschutz, aber vor allem um Versorgungssicherheit, Kostenkontrolle und regionale Wertschöpfung.

Einspieler BGM(in) tbd
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Am Anfang steht die Klärung der Voraussetzungen:

Welche Flächen sind im Eigentum der Kommune, in einem Flächenpooling mit der Kommune oder bereits durch Dritte gesichert? Wo bestehen konkrete Bedarfe – bei Wärme, Verkehr oder Unternehmen?

Ebenso zentral sind die finanziellen Rahmenbedingungen: Haushaltslage, Kapitalbedarf, Bankenperspektive und Förderkulissen. Hinzu kommen mögliche Kooperationen mit Versorgern, Genossenschaften oder interkommunalen Partnern, ebenso wie ein realistischer Blick auf bereits laufende Flächensicherungsaktivitäten durch Dritte. 

Auch die politische Stimmungslage, bestehende Projektideen oder Initiativen – etwa im Kontext der kommunalen Wärmeplanung oder Programme wie KfW 432 – müssen frühzeitig einbezogen werden.

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Darauf aufbauend folgt die konkrete Flächenfrage:

Welche Flächen eignen sich tatsächlich für Energieprojekte – und vor allem: Welche dieser Flächen kann die Kommune realistisch steuern oder beeinflussen? Diese Unterscheidung ist zentral für alle weiteren Entscheidungen.

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Im nächsten Schritt geht es um die strategische Zielklärung:

Wo will die Kommune hin? Welche Mehrwerte sollen entstehen, für welche Zielgruppen, mit welchem Nutzen? Wie sollen Projekte kommuniziert werden, wie hoch ist die Umsetzungswahrscheinlichkeit und welches Szenario ist realistisch – vom ersten Pilotprojekt bis zur Skalierung?

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Erst dann stellt sich bewusst die Rollenfrage:

Welche Rolle will die Kommune einnehmen – moderierend, steuernd, partnerschaftlich oder wirtschaftlich beteiligt? Welche Abstufungen sind sinnvoll und mit welchen Partnern oder Kooperationsmodellen lässt sich das Ziel erreichen?

Angebote der LEA Hessen

Wir unterstützen Sie mit unseren Dialog-Partnerunternehmen bei Workshops und Werkstattgesprächen, um ihre Bedarfe und Umsetzungsmöglichkeiten zu klären.

Die zentralen Themen auf einen Blick 

  • Daseinsvorsorge strategisch denken

    Besprechungsteam an Konferenztisch

    Bezahlbare Wärme, verlässliche Energie und Infrastruktur sind Kern der kommunalen Daseinsvorsorge. Entscheidend ist, Energieprojekte so in Stadt- und Entwicklungsplanung zu integrieren, dass sie handhabbar bleiben und im besten Fall wirtschaftlichen Nutzen stiften. Planerische Instrumente und neue Geschäftsmodelle übersetzen politische Ziele in umsetzbare Lösungen.

    Energieversorgung und Daseinsvorsorge als Gesamtstrategie denken
  • Sektorenkopplung nutzen

    Wasserstoff-Bus der Firma Winzenhöler fährt auf einer Straße, im Hintergrund ein Kraftwerk oder eine Raffinerie.
    © HA Hessen Agentur GmbH

    Ob Strom und Wärme zusammengedacht werden, entscheidet über die Tragfähigkeit von Projekten. Sektorenkopplung erschließt lokale Potenziale, ermöglicht integrierte Wärmelösungen und schafft neue Wertschöpfung – auch im ländlichen Raum.

    Sektorenkopplung prüfen
  • Eigene Rolle klar bestimmen

    Zwei Männer stehen in einem Raum und schauen gemeinsam auf ein Tablet.
    © LEA

    Kommunen sollten bewusst abwägen, wie aktiv sie steuern oder sich beteiligen wollen. Das umfasst Chancen und Risiken ebenso wie die frühe Einbindung von Politik und Bürgerschaft, um Beschlüsse tragfähig vorzubereiten und Akzeptanz zu sichern.

    Eigene Rolle abwägen

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