Wasserstoff ist großes Thema für hessische Regionen

Offener Austausch der LEA Hessen bietet regionalen Projekten Möglichkeit zum Netzwerken

Wasserstoff ist ein wichtiges Thema der Zukunft. Damit Hessen als Standort weiterhin innovativ und attraktiv bleibt, haben sich die vier Wasserstoffregionen in Hessen zu einem offenen Austausch getroffen.

Die drei Regionen Osthessen, Marburg-Biedenkopf und die Stadt Frankfurt wurden 2019 in der ersten Wettbewerbsrunde des bundesweiten Förderprogramms „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ ausgewählt. Hierbei erhielten sie Fördergelder und eine professionelle Beratung. Die LEA Hessen unterstützte alle Regionen sowohl in der Antragsphase als auch bei der Weiterentwicklung der regionalen Konzepte und Netzwerke. Ebenfalls beim offenen Austausch waren Akteure aus Gießen, Wetzlar und Heppenheim, wo sich ebenfalls regionale Wasserstoff-Netzwerke im Aufbau befinden.

Vier Wasserstoffregionen mit Bundesförderung für Hessen

„Momentan gibt es eine Vielzahl an Individuallösungen hinsichtlich einer Wasserstoffwirtschaft. Das ist wichtig; aber zusätzlich muss das Ganze größer gedacht werden, um die Markteintrittshürden für alle Akteure zu senken.“, so Kristian Junker, Mainova AG. Die Mainova kooperierte von 2020 bis 2021 im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts MH2Regio mit der Stadt Frankfurt.

Auch in Osthessen spielt Wasserstoff eine Rolle Regionalmanager Christoph Burkard der Region Fulda GmbH betreut das Logistikprojekt „HyWheels“, in dessen Rahmen im Sommer letzten Jahres ein Konzept zur Umstellung des osthessischen Logistikverkehrs auf Wasserstoff gestartet wurde. Die Planung geht nun in die nächste Phase und die Beteiligten spüren bereits nun, dass das Interesse in der Region Fulda, vor allem aus der Logistikbranche, ungebrochen ist. Gleichzeitig stellt die Umstellung der Flotten Logistiker vor große Herausforderungen. Nicht zuletzt treibt die Unternehmen zunehmend die Frage um, wie CO2 innerhalb dieser Umstellungsprozesse eingespart werden kann.

Stefan Franke vom Landkreis Marburg-Biedenkopf etwa berichtete vom hohen Handlungsdruck seitens der Industrie. Diesem sei nur durch Partnerschaften und die Bündelung von Interessen zu begegnen. Das HyStarter-Projekt zeigt, wie das gelingen kann: dank aktiver Unternehmen aus ganz Mittelhessen entwickelt sich das Wasserstoffnetzwerk stetig weiter und soll nun zu einem Wasserstoffnetzwerk für ganz Mittelhessen werden.

In Nordhessen liegt der Fokus auf der Transformation des Energiesystems. „Bald starten wir mit der Erstellung eines Feinkonzepts zur Wasserstoffregion NordH2essen, wobei wir uns vor allem auf die Stadt-Umland Beziehungen fokussieren. Aber auch die Transformation der Fahrzeugindustrie und der damit verbundenen Lieferketten sind für uns zentral.“, sagt Regionalmanager Kai Georg Bachmann. Bei diesem Schritt hilft auch die HyLand-Förderung, denn Nordhessen erhält in der zweiten Wettbewerbsrunde des Bundes Fördergelder für die Erstellung eines Wasserstoffkonzepts für alle fünf nordhessischen Landkreise plus der Stadt Kassel. „Ein gutes Beispiel, um die Land-Stadt Beziehungen im Zuge der Energiewende näher zu beleuchten.“, so Bachmann.

Landesstelle Wasserstoff stellt sich vor

Neu ist seit diesem Jahr auch die bei der LEA Hessen organisierte Landesstelle Wasserstoff, die die Entwicklung und den Einsatz der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie unterstützt und zu fördert. Dazu zählt auch die Vernetzung der einzelnen hessischen Projekte wie etwa bei einem offenen Austausch wie vergangene Woche. Die Landesstelle soll so Handlungsbedarfe beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erkennen und fortentwickeln und agiert daher als Impulsgeberin, Lotsin und Vernetzerin.

Die Perspektiven für Wasserstoff in Hessen sind weiter gut: „Sowohl in diesem als auch in den kommenden Jahren stehen viele Fördermittel auf Bundes- und Landesebene bereit für Vorhaben im Bereich Wasserstoff“, sagt Oliver Eich, Leiter der Landesstelle Wasserstoff bei der LEA. „Wir sehen anhand der bereits laufenden Aktivitäten in den Kommunen, welche positive Dynamik das Thema in unseren hessischen Regionen entwickeln kann.“

Sie suchen Partner für Ihr Wasserstoffprojekt? Sie haben Fragen zur Landesstelle Wasserstoff? Schreiben Sie uns gerne: wasserstoff@lea-hessen.de.

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Oliver Eich

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Projektleiter Landesstelle Wasserstoff

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Frauke Hieß

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