Nordhessen macht sich fit für die Zukunft – durch Wasserstoff

Vernetzungstreffen „Wasserstoff in Nordhessen“

Wasserstoff ist gekommen, um zu bleiben. Daher treffen sich heute im Kasseler Kulturbahnhof verschiedene Akteure, um die Entwicklung und Anwendung der Wasserstofftechnologie in Nord- und Osthessen voranzubringen.


Dieses Treffen ist das erste Vor-Ort-Treffen einer Reihe von Netzwerkzusammenkünften, bei denen sich Vertreterinnen und Vertreter über laufende Projekte austauschen und Erfahrungen teilen. So berichtete etwa Kai Georg Bachmann, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen, dass er gemeinsam mit allen aktiven Akteuren daran arbeitet, durch das Einrichten eines H2-Future-Boards Nordhessen entscheidende Wachstums- und Beschäftigungspotentiale für die Zukunft zu sichern. Auf dem Weg zur Vorreiterregion in Sachen Transformation des Energiesystems freut sich die Regionalmanagement Nordhessen GmbH über die Förderung der Bundesregierung als HyExperts-Region. „Die Erarbeitung einer umsetzungsorientierten nordhessischen Wasserstoffstrategie bildet einen wichtigen Eckpfeiler hin zur klimaneutralen Energieversorgung Nordhessens“, so Bachmann.
Auch der Regierungspräsident Mark Weinmeister sieht Wasserstoff als wichtigen Teil der Energiewende. „Wir müssen pluralistisch denken: Es gibt nicht die eine Lösung. Wir müssen auf Vielseitigkeit und Technologieoffenheit setzen. Gerade beim Thema Wasserstoff müssen wir den Blick weiten und offen für Vorschläge der Industrie sein.“ Er stehe neuen Ideen und Entwicklungen aufgeschlossen gegenüber und freue sich über den Austausch, so Mark Weinmeister in Kassel.


In der vom Land Hessen im letzten Jahr veröffentlichten Wasserstoffstrategie hat sich das Land zum Ziel gesetzt, die Potenziale von Wasserstoff sowohl für die Wirtschaft als auch den Klimaschutz effizient auszuschöpfen. Bislang kann grüner Wasserstoff noch nicht in großem Stil produziert werden, sondern viele Projekte befinden sich noch im Pilotstatus. Aus diesem Grund soll grüner Wasserstoff zunächst in Bereichen verwendet werden, die nach heutigem Wissen nicht oder kaum klimaneutral produzieren können. „Gerade die auch in Hessen stark vertretene Stahl-, Zement-, und Chemieindustrie, Teilbereiche des ÖPNV und der Logistik sowie die Luftfahrt stehen vor großen Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Gleichzeitig sind diese Industriezweige große Energieverbraucher, hier kann sich Wasserstoff also bezahlt machen.“, so Julia Woth von der LandesEnergieAgentur Hessen.
Das Interesse von Seiten der Industrie sei riesig: „Alleine das Stichwort Wasserstoff lässt Industrievertreter aufhorchen. Wichtig ist für uns allerdings konkret Wege aufzuzeigen, wie Wasserstoff möglichst bürokratiearm sowie direkt und kostengünstig zu den Verbrauchern gelangen kann. Das ist mitunter eine Herausforderung“, so Professor Peter Birkner vom House of Energy. „Zudem ist Hessen, auch aufgrund vieler überregional wirkender Einrichtungen – wie Flughafen oder Rechenzentren – Energieimportland. Vernetzte und übergreifende Energiesysteme nehmen daher neben regionalen Konzepten eine zentrale Rolle ein.“


Ebenfalls war das Netzwerktreffen der offizielle Start zur Erstellung eines integrierten regionalen Wasserstoffkonzepts im Rahmen des bundesweiten HyLand Programms. Der Werra-Meißner-Kreis hatte Mitte September 2021 im Namen der fünf nordhessischen Landkreise im HyLand-Wettbewerb des BMVI eine Zusage in der Kategorie HyExpert erhalten. Nun startetet die Konzeptphase, in welche alle Akteure intensiv mit eingebunden werden, damit im nächsten Jahr eine umsetzbare Strategie für die Region kommuniziert werden kann.


Interessierte können sich unter schroeder@regionnordhessen.de direkt an das Regionalmanagement Nordhessen wenden, welches den Prozess koordiniert.

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Caroline Schäfer

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Frauke Hieß

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Social Media und Öffentlichkeitsarbeit

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