Menschen aus der Vogelperspektive
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Energiewende braucht Menschen. Und die richtigen Partnerinnen und Partner.

Kommunale Energieprojekte scheitern selten an fehlendem Willen, sondern oft an fehlendem Know-how, zu wenig Personal oder dem falschen Partner. Diese Seite beantwortet drei Fragen, die jede Kommune früh klären sollte: Wer kümmert sich bei uns? Wer zahlt das? Und wen brauche ich als Partner, damit das Gesamtkonzept trägt?

Personal und Kooperation sind damit ein eigener strategischer Baustein neben Strom strategisch nutzen, Wärme und Sektorenkopplung, Flächen als Schlüssel  und der Rolle der Kommune (siehe Kompass-Menü) – und oft der Baustein, der zuerst geklärt werden sollte, weil er die Kapazität für alle anderen Schritte schafft.

Geförderte Stellen

Klimaschutzmanager oder -managerinSanierungsmanager oder -managerin
Kommunalrichtlinie der Nationalen KlimaschutzinitiativeKfW 432 „Energetische Stadtsanierung"
setzt das Klimaschutzkonzept um, koordiniert Fachbereiche, akquiriert Fördermittel. Stark gefördert (für finanzschwache Kommunen bis zu 90 %).übersetzt das Quartierskonzept in konkrete Sanierung, aktiviert Eigentümerinnen und Eigentümer, steuert die Umsetzung. Förderung bis zu 90 % der Ausgaben.

    Die genauen Fördersätze, Laufzeiten und Voraussetzungen finden Sie hier:

    Zu klein für eine eigene Stelle? Die Kommunalrichtlinie fördert auch Klimaschutzkoordinatoren und -koordinatorinnen auf Landkreisebene (eine Person, die mehrere kleine Gemeinden gemeinsam betreut).

    Warum sich das für Ihre Kommune rechnet: Die Begleitforschung des Umweltbundesamts zum Klimaschutzmanagement zeigt: In vielen Kommunen übersteigen die zusätzlich akquirierten Fördermittel die Kosten der Stelle deutlich, sie trägt sich damit häufig selbst.

    Kooperation als Ausweg aus der Personalknappheit

    Für eine Gemeinde unter etwa 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist eine eigene Vollzeitstelle oft weder finanzierbar noch zu besetzen und der Fachkräftemarkt ist praktisch leergefegt. Der realistische Weg führt deshalb fast nie „allein", sondern „gemeinsam". 

    Hinweis: Diese Formen der Kooperation lösen die Personalfrage. Für den Bau von Wind- und Solaranlagen selbst braucht es einen anderen Typ von Partner, dazu mehr im Folgenden.

    Warum brauchen Sie einen externen Partner?

    Wind- und Solaranlagen werden nicht von den Kommunen selbst gebaut. Beides erfordert spezialisiertes technisches und rechtliches Know-how, das Kommunen in der Regel nicht inhouse haben. Die Frage ist daher nicht, ob Sie einen Projektierer als Partner brauchen, sondern welchen und zu welchen Bedingungen. Ein falscher Partner sichert sich Flächen und Gewinne, ohne der Kommune echten Mehrwert zu liefern. Der richtige Partner trägt das Gesamtkonzept der Kommune mit.

    Die konkrete Partnerauswahl erfolgt am besten über ein Interessenbekundungsverfahren (IBV). → Projektiererauswahl & Vergabe

    Mögliche Partnertypen

    Interkommunale Kooperation als Hebel

    Was eine einzelne Gemeinde mit 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nicht stemmen kann, ist für fünf Gemeinden mit zusammen 12.000 Einwohnern machbar. Mehr Fläche = attraktiverer Partner = bessere Konditionen. Die Kombination aus privaten, kommunalen und HessenForst-Flächen über Gemeindegrenzen hinweg macht aus Einzelprojekten ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept. Besonders bei Windenergie – wo große zusammenhängende Flächen gebraucht werden – macht interkommunales Bündeln den Unterschied.

    Werkzeuge & Materialien

    Sie wünschen sich persönliche Begleitung?

    Wir unterstützen Kommunen bei der strategischen Ausrichtung ihrer Energieprojekte mit Workshops, Werkstattgesprächen und individueller Beratung, passend zum jeweiligen Stand der Kommune. Kostenfrei und unabhängig.