Die alte Heizungspumpe einer Heizungsanlage.
© AdobeStock/Chris
Heizungspumpe tauschen

Heizungspumpe austauschen, Strom sparen

Eine Heizungs- oder Umwälzpumpe befördert warmes Wasser aus dem Heizkessel zu den Heizkörpern. Ältere Modelle verbrauchen viel Strom, lassen sich aber einfach austauschen.

Der Austausch einer alten Heizungspumpe ist eine noch wenig beachtete Energiesparmaßnahme. Dabei ist der bauliche Aufwand gering, die Kosten mit ab 300 Euro inklusive Einbau überschaubar und das Einsparpotenzial groß. 

Alte Heizungspumpen, auch Umwälzpumpen genannt, gehören mit einem Verbrauch zwischen 400 und 600 Kilowattstunden pro Jahr zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen nur 50 bis 100 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von rund 37 Cent lassen sich durch einen Austausch zwischen 110 bis zu 200 Euro pro Jahr sparen. Je nach Modell amortisiert sich der Tausch einer alten Heizungsumwälzpumpe in der Regel spätestens im dritten Jahr.

Zahlen zeigen den Stand der Technik

Alte, ungeregelte Heizungspumpen erkennen Immobilienbesitzende am Gehäuse: Steht dort bei „P1“ nur eine Zahl, läuft die Pumpe bedarfsunabhängig und verbraucht viel Strom. Ein weiteres Indiz für eine alte Umwälzpumpe ist ein einfacher "Wärmetest": Ist die Pumpe heiß, handelt es sich immer um ein älteres ungeregeltes Modell.

Stehen neben „P1“ mehrere Werte, handelt es sich um eine mehrstufig ungeregelte Umwälzpumpe. Sie lässt sich manuell verstellen, läuft dann aber nur im eingestellten Wert. Als Sofortmaßnahme kann die Leistung der Pumpe verstellt werden – oft reicht die niedrigste Stufe. Informationen finden Immobilienbesitzende in der Bedienungsanleitung der Umwälzpumpe. 

Moderne automatisch geregelte Heizungspumpen passen ihre Leistung an die Außentemperatur und den Thermostateinstellungen an den Heizkörpern an. Besonders sparsame Hocheffizienzpumpen verfügen oft über ein Display. 

Austausch bei der nächsten Wartung

Der Austausch einer ungeregelten und einer mehrstufig ungeregelten Heizungspumpe lohnt sich in jedem Fall und kann bei der nächsten anstehenden Heizungswartung erfolgen. Das spart Anfahrtskosten.

Staatliche Förderung für neue Pumpe plus Abgleich

Wird der Austausch der Heizungspumpe mit einem hydraulischen Abgleich kombiniert, bezuschusst der Bund über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Investition mit 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Hier profitieren Immobilienbesitzende doppelt: die neue Umwälzpumpe spart Strom, der hydraulische Abgleich sorgt für eine gleichmäßige Durchströmung aller Heizkörper und spart so zusätzlich Heizenergie. Zudem fördert das Programm weitere Investitionen in die Heizungsoptimierung.