Eine Familie mit zwei Kindern sitzt auf dem Sofa und lässt die Tochter Geld in ihr Sparschwein zahlen
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Optimales Raumklima

Behaglich und sparsam

Checken Sie Ihr eigenes Heiz- und Lüftungsverhalten mit den Raumklimaklassen „ungünstig“, „durchschnittlich“ und „sparsam“.

Es sind nur wenige Grad Unterschied und doch können sie viel bewirken. Das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten entscheidet über ein gutes Raumklima und sorgt für Wohnräume mit optimaler Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit.

Grafik zur Einstufung von Heiztemperaturen
© Sabine Becke

Ungünstig

Ineffizientes Heiz- und Lüftungsverhalten liegt vor, wenn hohe Raumtemperaturen (im Durchschnitt 22 °C, in einzelnen Räumen 25 °C) herrschen und gleichzeitig Fenster längere Zeit in Kippstellung stehen. Lüftungswärmeverluste und Energiever­schwendung sind in diesen Fällen hoch.

Durchschnittlich

Weder sparsam noch verschwenderisch sind Haus­halte mit einer mittleren Raumtemperatur von 21 °C und 23 °C in einzelnen Räumen. Die Lüftung erfolgt regelmäßig und zielgerichtet, sodass mit einer Luftwechselrate von bis zu 0,6 1/h stündlich bis zu 60 % des Luftvolumens einer Wohneinheit ausgetauscht werden. Die Fenster werden für mehrere Minuten komplett geöffnet (Stoßlüftung) und die Thermostatventile werden in der Heizsaison dabei heruntergedreht.

Sparsam

Haushalte mit wenigen Personen und längeren Abwesenheitszeiten, bei denen die Raumtemperatur ohne Komfortverzicht abgesenkt wird, können niedrige durchschnittliche Raumtemperaturen von 19 °C erreichen. Die Lüftung kann in diesen Fällen seltener und mit einer Luftwechselrate von circa 0,3 1/h erfolgen. Sind große Feuchtequellen wie inhäusige Wäschetrocknung, viele Zimmer­pflanzen und intensive Küchen- oder Badnutzung gegeben, sollte die Raumtemperatur angehoben und es sollte häufiger gelüftet werden, andernfalls drohen Schimmelschäden.

In allen drei dargestellten Raumklimaklassen sollte ein Auskühlen von Räumen (Nachtabsenkung unter 16 °C) vermieden werden, vor allem bei intensiver Wohnraumnutzung und bei niedrigen Außentemperaturen. Es drohen sonst Schimmel­bildung und Leckagen an den Heizungsrohren.

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Boris Klinec

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Energiesparen und Energieeffizienz im Gebäudesektor

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